Rollstuhltennis

Als Geburtsstunde des Rollstuhltennis gilt das Jahr1976, als der Amerikaner Brad Parks, der durch einen Unfall eine Querschnittlähmung erwarb, schon während seiner Rehabilitation erste Versuche mit Tennis im Rollstuhl unternahm. Er entwickelte den Sport zusammen mit Jeff Minnenbraker und machte Rollstuhltennis bekannt.

Rollstuhltennis kann auf jedem Belag gespielt werden nach den offiziellen ITF-Regeln. Einzige Ausnahme ist, dass der Ball maximal zweimal aufspringen darf, bevor er mit dem Tennisschläger zurückgespielt wird.

Es wird meist in speziellen Sportrollstühlen gespielt, die leichter und wendiger sind. Die Räder sind anders geneigt und es gibt Umfallstützen.

Die Disziplin lässt sich auf jeder Ebene des Tennissports ausüben: als Anfänger:in, als Wieder-Einsteiger:in, im Kinder- und Jugendbereich, als Breitensportler:in, als Senior:in oder als Profisportler:in.

Spieler:innen, die auch ihre Arme nur eingeschränkt bewegen können, treten in der Quad Disziplin an. Es gibt Quad Singles oder Quad Doubles. Die verwendeten Sportrollstühle können bei „Quad“-Spielern auch über einen elektrischen Antrieb verfügen.

Seit 1992 ist Rollstuhltennis paralympisch und seit 1998 offizieller Teil der International Tennis Federation (ITF). Es gibt deutsche Turnieren für Breitensportler:innen, ITF- und Future-Serien, Einzel- und Doppel-Masters, der World Team Cup (das Rollstuhltennis-Äquivalent zu Davis Cup und Fed Cup), die Paralympics und bei allen Grand Slams Wheelchair Tennis-Konkurrenzen.

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